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Auf einem Betriebshof misslingt das Wendemanöver eines Pkw, der plötzlich mit einem weiteren geparkten Pkw kollidiert. Ungünstigerweise befinden sich an der Unfallstelle Gasflaschen und Behälter mit Lösungsmittel, die zur Verladung bereitstehen und durch den Unfall beschädigt wurden. Austretendes Gas dringt in das erste Fahrzeug ein, entzündet sich am heißen Motor und das Fahrzeug explodiert schließlich. Durch das Feuer im Pkw aufgeheizt explodiert zusätzlich auch noch eine defekte Gasflasche.

Ein Pkw kommt auf einem Feldweg infolge nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern, durchbricht einen Gartenzaun und kommt in unwegsamem Gelände zum stehen. Dort wurden allerdings leicht entzündliche Gefahrstoffe in Fässern gelagert, mit denen der Pkw kollidiert. Die Fässer schlagen leck und austretender Gefahrstoff entzündet sich am heißen Motor und die Fässer explodieren. Eine derartige Schadenslage lässt sich sehr gut an sehr vielen unterschiedlichen Örtlichkeiten darstellen, besonders wenn nur ein einziger Pkw zu Verfügung steht und zusätzlich ein wenig Platz für die umherfliegenden Stahlfässer vorhanden ist.

An einer Tankstelle vergisst ein Pkw-Fahrer nach dem Tanken den Zapfhahn wieder zurückzustecken und fährt versehentlich los. Dabei reißt der Zapfschlauch ab und Benzin tritt aus. Die Benzindämpfe entzünden sich am heißen Motor und setzen den Pkw in Brand, wobei es zu weiteren Folgeexplosionen kommt.

Sie haben Interesse an einer solchen Schadenslage, haben aber keine passende Tankstelle zu Verfügung? Das ist kein Problem. Wir bringen Zapfsäule und Tankstellenequipment zu Ihnen mit und können Sie dabei unterstützen, mit wenigen Handgriffen aus jedem Industrie- oder Betriebshof eine entsprechende Tankstellensituation zu gestalten.

Sie möchten gerne eine Einsatzübung in Verbindung mit einem Pkw-Brand und Explosion durchführen, können aber keinen allzu großen Sicherheitsabstand sicherstellen? In einem solchen Fall eignet sich eine Schadenslage unmittelbar in einer Garageneinfahrt. Die Garagensituation wurde bei der nebenstehenden Übung durch einen Überseecontainer dargestellt, der die Effektrichtung genau vorgibt und verhindert, daß sehr nahestehende benachbarte Gebäude, Fahrzeuge und Zuschauer nicht gefährdet werden. Hierbei können Sie auswählen, ob der Brand zuerst in der Garage entsteht und über eine Verpuffung mit Feuerball schließlich auf den Pkw mit dortiger Explosion übergreift oder umgekehrt vom Pkw auf die Garage überspringt.

In der Realität oft kommt es leider immer wieder vor, dass sich ein zunächst kleiner Schwelbrand mit lediglich etwas Rauchentwicklung extrem schnell zur einem ausgedehnten Pkw-Vollbrand entwickelt. Bis die Einsatzkräfte alarmiert sind und an der Einsatzstelle eintreffen steht bereits das gesamte Fahrzeug in Flammen und je nach transportierter Ladung (z.B. Lacke oder Lösungsmittel) kann es immer wieder zu Explosionen mit entsprechendem Feuerball kommen. Mit Hilfe der Pyrotechnik ist es möglich, dass der Pkw nicht einfach nur vor sich hin brennt, sondern daß die Einsatzkräfte mit einigen kleinen Überraschungen während eines scheinbar einfachen Brandes konfrontiert werden.

Ein Unfall mit 2 kollidierten Pkw ist normalerweise keine besonders außergewöhnliche Situation bei einer Einsatzübung. Wenn allerdings mit einigen pyrotechnischen Effekten dichter Qualm, Funken und sogar eine Explosion diesen Unfall begleiten, wird eine ansonsten relativ einfache Personenrettung zu einer besonderen Herausforderung für die Einsatzkräfte. Bei einer Schadenslage mit zwei Pkw besteht die Möglichkeit, daß in dem einen Pkw, der lediglich vernebelt wird, Verletztendarsteller positioniert werden können und in dem anderen Pkw größere Effekte (Z.B. Explosionen und Feuerbälle) ohne Personengefährdung angezündet werden können.

Explodierende Kraftstofftanks von Pkw oder Druckbehälter von Gasfahrzeugen sind zwar Gegenstand vieler klassischer Hollywood-Produktionen, haben aber kaum etwas mit der Realität in unserem Straßenverkehr zu tun. Unsere Explosionen hingegen sollen weniger auf leckende Kraftstofftanks hinweisen, als vielmehr auf sonstige im Fahrzeug transportierte Ladung. Denn wenn man sich bei Baumärkten das Einkaufsverhalten von Heimerkern anschaut, so werden in Privatfahrzeugen sehr viele Gefahrstoffe (z.B. Lacke, Lösungsmittel, Gasflaschen etc.) teilweise sogar ohne Ladungssicherung transportiert. Ein einfaches Bremsmanöver kann schon ausreichen, um diese Ladungen durcheinanderzuwirbeln. Wenn Gasflaschen oder Lösemittelkanister nicht richtig verschlossen sind, kommt es sehr schnell zu durchaus explosiven Situationen.

Der Schwelbrand ist sozusagen die Mutter jeder Pkw-Schadenslage, die sich von einer unscheinbaren Ausgangssituation zu einem größeren Schadensbild entwickelt. Der mit Hilfe von leichtem bis dichtem Rauch dargestellte Schwelbrand signalisiert jeder Einsatzkraft, dass an einem solchen Pkw etwas nicht stimmt. Je nach vorhandenem Sicherheitsbereich lässt sich ein derartige Rauchentwicklung angefangen mit kleineren Funkeneffekten (Kurzschluss in der Bordelektrik) bis hin zu einer davon fliegenden Motorhaube (Verpuffung im Motorraum) oder sogar mit einem großen Feuerball (Durchzündung) kombinieren. Als Einstiegseffekt sollte eine gewisse Rauchentwicklung bei Schadenslagen mit Pkw immer vorhanden sein.

Eine Verpuffung im Motorraum, beispielsweise infolge eines Unfalls mit ausgetretenem Kraftstoff, der sich am heißen Motor entzündet, ist sicherlich schon deswegen sehr spannend, weil die Motorhaube abgerissen wird und je nach Sicherheitsabstand direkt neben dem Pkw oder etwas entfernt wieder aufkommt. In der täglichen Einsatzpraxis sind viele Pkw-Brände sicherlich relativ unspektakulär, wobei das Gefahrenbewusstsein bei den Einsatzkräften dadurch kaum gesteigert wird. Eine Verpuffung, die sogar eine Motorhaube wegschleudern kann, zeigt indes den Einsatzkräften, dass nach wie vor Pkw-Brände nicht immer harmlos verlaufen müssen und immer mit unbekannten Gefahren gerechnet werden muss.