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Qualifikation/Ausbildung

Die Mitglieder der Pyrotechnik Bergstraße erfüllen zwei wesentliche Grundvoraussetzungen. Sie müssen eine sogenannte „persönliche Eignung“ besitzen und ausreichende Ausbildungs- und Einsatzerfahrungen aus den Hilfsorganisationen mitbringen.

Unter der persönlichen Eignung sind Eigenschaften der Teammitglieder zu verstehen, die zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Explosivstoffen führen sollen. Was darunter im Einzelnen zu verstehen ist, schreibt das Sprengstoffgesetz sehr genau vor. Wer beispielsweise ein Problem mit Alkohol hat oder strafrechtlich in Erscheinung getreten ist, darf nicht unmittelbar mit explosionsgefährlichen Stoffen hantieren.

Die zweite Grundvoraussetzung ist eine Mitgliedschaft in den Hilfsorganisationen. Dies liegt nicht nur an der Struktur des Katastrophenschutzes, im Rahmen dessen die Pyrotechnik Bergstraße letztendlich aktiv ist, sondern nur wer ausreichende Erfahrungen aus Feuerwehr, THW und Rettungsdienst mitbringt, kann für die dortigen Hilfskräfte auch realistische Einsatzübungen vorbereiten und durchführen. Dies ist ein entscheidender Vorteil der Pyrotechnik Bergstraße, indem sie keine reine Feuerwehrspezialeinheit ist, auch wenn sehr viele Mitglieder aus den Reihen der freiwilligen Feuerwehren stammen. Durch die entsprechende Herkunft ihrer Mitglieder aus allen Hilfsorganisationen lassen sich viele wichtige Einsatz- und Übungserfahrungen zusammenbringen. In einzelnen Fällen wird das Pyrotechnik-Team durch weitere besonders fachkundige Personen ergänzt.

Wer neu zur Pyrotechnik-Bergstraße hinzukommt, hat zunächst einmal den Status des Pyrotechnik-Helfers. Viele einfachere Schadensbilder erfordern nicht sofort einen ausgebildeten Pyrotechniker, so dass hier die Helfer ein ausreichendes Betätigungsfeld vorfinden. Im Übrigen wären ohne die vielen Pyrotechnik-Helfer die meisten größeren Schadensdarstellungen überhaupt nicht oder nur sehr eingeschränkt durchführbar, da die vielen Helfer eine wesentliche Stütze des gesamten Pyrotechnik-Teams darstellen.

Der Pyrotechniker hat schließlich einen sog. Fachkundelehrgang besucht und besitzt eine Art Führerschein (sog. Befähigungs- oder Berechtigungsschein), der ihn zum Umgang mit pyrotechnischen, d.h. explosionsgefährlichen Effekten autorisiert.

Nur in der fachlichen Materie gut ausgebildete und erfahrene Personen sollten sich realistischer Schadensdarstellungen annehmen. Die Gefahr, dass aus einer Übung plötzlich ein ernsthafter Einsatz wird, ist bei unsachgemäßer Anwendung pyrotechnischer Gegenstände groß. Ungünstige, zuvor nicht berechnete Bedingungen, wie z.B. starker Wind oder falsch ausgewählte Knall- und Rauchsätze, können dazu führen, dass übende Einsatzkräfte, Verletztendarsteller und Zuschauer unnötig gefährdet oder im ungünstigsten Falle sogar Personen und Sachwerte geschädigt werden. Bereits Oscar Wilde ist zu einer sehr überzeugenden Erkenntnis gekommen, die ihren Ursprung durchaus im pyrotechnischen Alltag gehabt haben könnte:

"Leute, die sich die Finger verbrennen, verstehen nichts vom Spiel mit dem Feuer"

Im Team der Pyrotechnik-Bergstraße haben sich daher viele Pyrotechniker aus Nah und Fern zusammen gefunden, um sich der besonderen Herausforderung realistischer Einsatzübungen zu stellen und ihre Fachkenntnisse in das Team mit einzubringen.

Jede neue und besondere Übungslage bringt natürlich auch das gesamte Pyrotechnik-Team in seinem Erfahrungsschatz ein Stück weiter. Darüber hinaus aber werden jedes Jahr zusätzliche Fortbildungsveranstaltungen besucht, um die ehrenamtlich aktiven Teammitglieder mit neuen Effektbildern vertraut zu machen (versch. Fachkundelehrgänge und sonst. Ausbildungsveranstaltungen). Hierzu zählt natürlich auch der intensive Kontakt mit anderen Pyrotechnikern, insbesondere auch mit professionellen Pyrotechnikern, die der Pyrotechnik Bergstraße bereits viele interessante Impulse liefern konnten. Daher bedankt sich an dieser Stelle das gesamte Team bei allen Pyrotechnikern, die mit einem offenen Erfahrungsaustausch einen wichtigen Beitrag zu einer allseits sicheren Effektgestaltung bei realistischen Einsatzübungen gegeben haben.

Das ist prinzipiell kein allzu großes Problem, wenn Sie bereit sind, sich etwas in unsere Gruppe einzubringen und Freude an pyrotechnischen Effekten besitzen. Allerdings sollten Sie beachten, dass unsere Arbeit auf dem Grundgedanken basiert, dass mit realistischen Schadenslagen Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst geschult und in ihrem Training unterstützt werden sollen, die sich meist ehrenamtlich zur Hilfe am Nächsten verpflichtet fühlen. Daher wird auch von den in der Pyrotechnik Bergstraße Mitwirkenden erwartet, dass sie sich mit dem gleichen Verpflichtungsgefühl zur Hilfe am Nächsten identifizieren.

Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass die bei vielen Schadenslagen eingesetzten pyrotechnischen Effekte keinesfalls die übenden Einsatzkräfte gefährden dürfen. Dies erfordert auf Seiten der Pyrotechniker und Helfer ein hohes Maß an Gefahren- und Sicherheitsbewußtsein. Zudem stellt der Gesetzgeber einige Voraussetzungen an diejenigen, die mit explosionsgefährlichen Stoffen umgehen dürfen, die von allen Mitgliedern der Pyrotechnik Bergstraße beachtet werden müssen.

Sie haben trotz dieser Voraussetzungen immer noch Interesse? Dann melden Sie sich doch einfach bei uns, wir freuen uns auf Sie!