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Vollbrand eines Gebäudes

Im Rahmen einer Öffentlichkeitsveranstaltung soll der Verlauf eines Wohnungsbrandes simuliert werden. Eine solche Aufgabe lässt sich mit pyrotechnischen Effekten sehr gut lösen, da die Effekte mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung angezündet werden können und so der Ausbreitungsmechanismus bei einem ansonsten von außen kaum sichtbaren Schadensfeuer ersichtlich wird. In dem hier gezeigten Beispiel implodiert zuerst ein Fernsehgerät, das so aufgestellt wurde, dass die Glassplitter von den Zuschauern weg in die Wohnzimmerkulisse fliegen. Das Feuer greift langsam um sich und es kommt schließlich zur Rauchgasdurchzündung.

Ein umfangreicher Gebäudebrand besteht aus wesentlich mehr als nur aus Flammen, die möglicherweise aus jedem Fenster herausschlagen können. Bei dem hier gezeigten Beispiel wird der Gebäudebrand im Erdgeschoß lediglich mit Sound, Rauch und Bengallichtern simuliert, so dass dort die Einsatzkräfte ohne reale Gefahr eine Personenrettung vornehmen können. Im Dachstuhl hingegen hat sich das Schadensereignis in dem im Umbau befindlichen Gebäude bereits so weit ausgedehnt, dass es dort zu Verpuffungen und realem Feuer kommt. Derartige Schadenslagen kommen natürlich in den Abend-oder Nachtstunden besonders gut zur Wirkung, wenn sowohl Bengallichter als auch der reale Feuerschein weithin für die anrückenden Einsatzkräfte sichtbar ist.

Ein Angriffstrupp geht zum Innenangriff in ein Gebäude vor. Plötzlich kommt es zur Explosion und ein Feuerwehrmann kommt verletzt aus dem Gebäude zurück. Hinzu kommt, dass er durch brennende Materialien steigen musste, die er beim Rückzug nicht abschütteln kann, so dass er nun brennend nach draußen läuft. Für die im Außenangriff agierenden Einsatzkräfte ist es eine besondere Herausforderung, binnen Sekunden auf eine derart überraschende Situation zu reagieren und einem der Ihrigen sofort entschieden zu helfen. Eine solche Schadenslage erfordert viele Sicherheitsvorkehrungen, damit sich der real brennende Feuerwehrmann keine Verletzungen zuzieht.

Ein Wohnungsbrand lässt sich auf zwei verschiedene Arten mit realem Feuer darstellen: Im ersten Fall brennt im Grunde nur der Fensterrahmen. Die dabei entstehende Rauchentwicklung zusammen mit dem zusätzlich erzeugten Rauch aus der Wohnung vermittelt den realistischen Eindruck, dass die gesamte Wohnung in Flammen steht. Im zweiten Fall wird die gesamte Wohnung mit Feuer beaufschlagt, was auch von außen durch entsprechende Flammen und Rauch gut zu erkennen ist. Diese Darstellungsvariante lässt sich sehr gut mit einer zusätzliche Verpuffung oder Explosion einleiten. Realbrände können natürlich nur in Gebäuden umgesetzt werden, die eine entsprechende Beschädigung zulassen (z.B. in Abrissgebäuden).